was ich verspreche und zusage, das halte ich auch: ich habe versprochen, im Oktober zum Fetisch-Weekend zu kommen und mitzuhelfen. So reiste ich denn auch am Freitag an. Kurz nach Bezug der Unterkunft (herzlichen Dank an den Mr. Leder Berlin 2011) ging es dann auch schon in die Scheune zum Dekorieren.
Nun hatte das ganze ja noch eine Vorgeschichte:
Am Dienstag hatte ich ein halbstündiges Telefonat, in welchem ich aufgeklärt wurde, daß auch ein Gummikerl zum GML kanditieren kann und der Vorstand es sogar begrüßen würde, wenn hier mal einer kanditieren würde. Außerdem sei ich ja wohl eher ein Gummi- denn ein Ledertyp
Mit dieser Aussage ging ich dann bis am Freitag schwanger und wußte nicht so recht, was draus machen.
Soll ich am Wochennde für einen Mr. Berlin kanditieren? für Rubber? für Leder? für Beide?...
Fragen über Fragen.
Vor Ort dann entschied ich mich, doch für den Mr. Rubber Berlin zu kanditieren - und Robbie wurde bange, er habe doch neben mir keine Chance.
Nun am Veranstaltungsabend selbst dann, kam ich mir dann schon sehr benutzt und mißbraucht vor. Die Moderation der Kanditaten war sehr unterschiedlich - wurde bei zwei Kanditaten doch eher Frage für Frage "abgearbeitet", enstand bei einem Kanditaten immer wieder ein Dialog und es wurde auf die Antworten bezug genommen und der Kanditat doch ziemlich gepuscht....
Auch erfolgten in den Interviews Aussagen, wo mann sich schon fragen mußte, wo ein Nichtmitglied diese Information her hat...
Nun ja, es kam, wie es kommen mußte: Dieser Kanditat bekam die Schärpe.
Im Anschluß kam dann ein Vorstandsmitglied mit der Aussage "Hab mich schon gewundert, daß Du kanditierst - bist doch eher der Ledertyp" - Wie Bitte???
Mit dieser Erfahrung zog ich mich dann erst einmal in die stille Ecke zurück und ließ das Ganze, was da geschehen ist erst noch einmal Revue passieren - und beschloss, am nächsten Abend NICHT für den Mr. Leder Berlin zu kanditieren.
Ich versuchte, den Leder-Abend zu genießen (was mir nicht wirklich gelang), unterhielt mich mit einigen Freunden vor Ort, die mich alle fragten, warum ich denn nicht auch kanditieren würde. Ich enthielt mich jeglichen Kommentars, trank lieber nen Schluck mit ihnen und war gelegentlich am fotografieren.
Der Abschlußabend am Sonntag war recht ruhig - und ich in Gummi. Da es nicht so sehr spät wurde, de-dekorierten wir relativ zeitig das Lokal und gingen nach Hause.
Für mich schloß sich noch ein längeres Gespräch mit dem Mr. Leder Berlin 2011 an.
Als Hausaufgabe nahm ich dann mit, mit mir selbst ins Gericht zu gehen, wie mit der Situation umgehen. Wie die nächsten Kanditaturen gestalten?
Weiterhin den GML anstreben, der letztlich an Bedeutung und Überregionalität verloren hat? Oder sich neu orientieren?
Mr. Rubclub wird im Januar gewählt, derzeit bin ich in Baden-Württemberg - da gibt es auch mindestens eine Schärpe...
Wir werden sehen