Donnerstag, 19. April 2012

GML2012 - German Mr. Leather-Wahl 2012 in Berlin

Ein eindrückliches Ereignis

Alle Jahre wieder findet über Ostern ein Treffen lederbegeisterter Fetischisten statt. Organisiert wird dieses vom blf - dem Berliner Leder- und Fetischclub.
In diesem Jahr war ich zum ersten Mal dabei - dafür gleich als Kandidat.
Anfänglich war alles für mich etwas verwirrlich. In den Ankündigungen stand als Zeitraum 04. - 10. April. Das Programm für die Kandidaten startete dann jedoch am Donnerstag.
War ich doch schon lange nicht mehr in Berlin (bei meinem letzten Besuch stand die Mauer noch) und kannte mich dementsprechen örtlich so gar überhaupt nicht aus.
Also suchte ich für das Opening das Axel-Hotel. Hier lernten wir uns (die Kandidaten) schon einmal untereinander, sowie einen Teil der Juroren kennen. Das Ganze fand in recht zwanglosem Rahmen statt. Hier sahen wir dann endlich einmal unseren Kandidaten-Betreuer.

In den folgenden Tagen sollten wir dann ein Programm erleben, zwischen den einzelnen Events hätten wir "zur freien Verfügung".
Tja, die freie Verfügung fiel dann meistens auf die Nachtstunden - von Berlin sehen und erleben am Tag war da nicht viel.

Im Anschluss an die interne Vorstellungsrunde ging es dann ins WOOF, wo die Kandidaten erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und auch die Startnummern verlost wurden. Für letzteres durfte jeder Kandidat mal im Sack in die Eier greifen und sich ein numeriertes heraus holen. - Ich hatte somit die Startnummer 5

Freitag - Karfreitag
Als erstes war hier die Stadtrallye angesagt. Die Kandidaten besetzten natürlich den ersten Posten, denn für 15.30 Uhr waren die Kandidateninterviews durch die Jury angesetzt.

Auf dem Weg zum Posten und wieder zurück zum MeetingPoint begegnete uns dieser Herr. Wie sich herausstellte, eigentlich ein Gast von BOG (Biker ohne Grenzen). Aber wir haben ja immer Zeit für Interessenten, posieren für nen Schnappschuss und laden für am Sonntag ein. Tatsächlich sah man sich dann auch wieder: erst auf dem Boot, dann beim Goulasch und zum Schluss auch am Abschlussabend.
Die Interviews dauerten jeweils etwa 20-30 Min. und fanden primär auf englisch statt - es hatte aber einen Dolmetscher mit im Raum.

Am Abend war dann das Lederdinner. Hier hat sich das Axel-Hotel wirklich selbst übertroffen. Nachdem die Gäste mit Sektempfang von uns Kandidaten begrüsst waren, wurde nach nur wenig Ansprache das Buffet eröffnet. Durchgängiges Feedback der Gäste: es war gut und reichlich und es hat geschmeckt. Aufgefallen ist auch, dass das Buffet immer wieder nachbestückt wurde.

Samstag
"Kandidatenfrühstück im Cafe Ben" hiess der Text. Also, aufgemacht, die Strasse gesucht und gefunden. Auf und ab gelaufen - aber kein Cafe Ben zu finden.
Plötzlich krabbelts am Sack: Mein Handy war auf Vibration - der Kandidatenbetreuer eröffnet mir, dass er mich sieht und ich schon dreimal vorbei gelaufen sei.
Nach näherer Instruktion fand ich dann das Cafe Ben: Die Küche eines bfl-Kameraden.
Eureka, ich habs gefunden - und verstanden.

Nach dem Frühstück machten wir uns gemeinsam auf zum GEAR, wo sich der Sektempfang als Verteilen von Rot- und Weisswein in Dosen herausstellte. Nochmals Kontakte knüpfen, vorstellen, begrüssen, small-talk und ab in den Hummer. Dieser war nun recht gross, denn eine Stretch-Limousine.
Diese beherrbergte dann die Kandidaten und die Jury und durchstreifte mit zweierlei Musik das Viertel. So gelangten wir dann an die Spielbank, wo der Pressetermin angesetzt war für Foto-Shooting.


Im Anschluss ging es dann aufs Boot zu Kaffee und Kuchen, sowie massenweise Fotos

Wie man sieht, war es an Deck recht frisch (gelle Sly).

Am Zielsteg angekommen kurze Strecke laufen, bei beginnendem Regen, einsteigen ins Taxi und ab geht es ins Cafe PositHIV zum Goulasch-Essen.

Das Goulasch war gut - aber doch nicht für alle reichend. Es waren einfach zuviele Gäste für das Rindvieh im Topf.

Sonntag
Der Vormittag war frei und wir waren erst für 15.30 im Hotel Axel vorgesehen. Hier sollte die Generalprobe stattfinden.
Diese fiel dann relativ klein aus - gab es doch einen einzelnen Kandidaten, der jetzt erstmal auf die Idee kam, sich eine Musik auszusuchen...
Nachdem die technischen Einzelheiten geklärt und Katharina sichtlich genervt gewesen ist - standen dann auch schon die Gäste am Eingang.
Nochmals Sektempfang durch die Kandidaten.

Die Abendgestaltung war dann Vorstellung der Kandidaten, Fragerunde (an jeden Kandidaten drei Fragen zum spontanen beantworten) und dann der Show-Act.
Hier hatte jeder von uns etwa drei Minuten, etwas darzustellen - oder sich.
Nach der Abschlussrunde wurden dann die Wahlkübel aufgestellt und die Gäste durften ihre Zuschauerstimme abgeben. Danach zog sich die Jury zum Auszählen und einer letzten Beratung zurück.
Das Endergebnis:
GML2012: Nick (in der Mitte), 2. Platz ich (links) und 3. Platz Max (rechts, Mr. Leather Berlin 2011)

Nach Blitzlichtgewitter, shaking-hands, small-talks und Bussis ging es dann ins Goya zur Abschlussparty.

Resumee:
eine tolle Veranstaltung. Ein grosses Lob und herzlichen Dank an die Organisatoren und vielen vielen Helferleins. Es war wirklich ein tolles Erlebnis und ich freue mich schon auf ein baldiges Widersehen mit dem einen oder anderen und der ganzen Truppe.
Bis bald in Paris, London, Berlin,...

Ach ja: Warum eigentlich Keith Flack als Pseudonym?
Ich habe keine Angst, meinen Namen zu nennen. Gut bürgerlich heisse ich Uwe Hofmann und stehe zu meiner Vorliebe. Keith Flack habe ich gewählt, weil dies die zweite Bezeichnung für den Sinusknoten am Herzen ist, welcher den Takt und den Rhythmus für das Herz-Kreislaufsystem bestimmt. Ich sehe meine Tätigkeit in der Community als Motor, Initiator, Ideengeber, etwas zu bewegen und für die Community tätig zu sein.
So stehe ich ein, alle zu ermutigen, zu sein, was sie sind. Zu dem zu stehen, was sie mögen - egal ob Leder, Latex, Boots, Sneaker, Anzug, Army, ... wir sind wir. Und gemeinsam schaffen wir es von der Toleranz zur Akzeptanz.

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